Direkt zum Hauptbereich

Von Platzierungsunterlagen und weiteren Vorbereitungen


So langsam nimmt mein Abenteuer Gestalt an: Ich habe mittlerweile meine kompletten Platzierungsunterlagen ausgefüllt und abgeschickt. Nachdem mir nämlich eines Tages beim nach Hause kommen endlich mein Vertrag entgegenflatterte und ich ihn natürlich schnellstmöglich mit allen Unterschriften zurückschickte (an alle Freunde, die mich überreden wollten, doch hier zu bleiben: Tut mir Leid, jetzt ist es zu spät! 😘), wurde mir auch ganz schnell ein Profil in der YFU-App freigeschalten und somit konnte ich alle Dokumente einsehen, die benötigt werden um eine geeignete Gastfamilie und Schule für mich zu finden. Mein persönlicher Abgabetermin: der 27.03. Irgendwann merkte ich dann auch, dass es doch umfangreicher war als gedacht. Meine Aufgabe bestand nämlich daraus super viele Dateien zu vervollständigen. Mein Zahnarzt und mein Hausarzt mussten ein Formular ausfüllen, was ich aber glücklicherweise schon vor den zwei Wochen erledigt habe. Auch mein Lehrer durfte Fragen über mich beantworten. Ansonsten habe ich eine Sprachnachricht aufgenommen, Bilder hochgeladen, tausende Fragen ausgefüllt - gefühlt jede Einzelheit meines Lebens habe ich dort aufgeschrieben. Nach vielen verzweifelten Versuchen meinen Gastfamilienbrief zu kürzen ohne ihm die "Persönlichkeit" zu nehmen, habe ich ihm an Ende doch in der gleichen Länge abgeschrieben. Ich war impfen und lies einen furchtbaren Tuberkulosetest über mich ergehen. Zusätzlich habe ich sogar noch diese nervigen Bafög-Anträge abgeschickt und meine Schulabmeldung eingereicht.
Kurz gesagt: Zwei ganze Wochen Stress liegen hinter mir - und den Personen, die sich jeden Tag meine Fortschritte anhören mussten. Und gestern habe ich dann eine Mail bekommen, dass meine Unterlagen unvollständig sind. Zum Glück konnte ich das aber schnell ergänzen und dann kam gleich die Nachricht, dass jetzt alles da ist und an YFU USA weitergeleitet wird.  Es gibt nun also eigentlich kein Zurück mehr. Der Vertrag liegt unterschrieben in Hamburg und die Teilnahmebestätigung bei mir Zuhause. Ich bin so glücklich, wenn ich daran denke, dass ich in weniger als einem halben Jahr mein Flieger Richtung Amerika geht und mein Traum sich endlich erfüllen wird. Meine Vorfreude steigt wirklich von Tag zu Tag. Und jetzt bin ich sehr gespannt, wie meine Gastfamilie aussehen wird und wo ich überhaupt für ein Jahr leben werde. 😊

Liebe Grüße und bis bald,
Jean

"Der Weg ist das Ziel"












Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

10 Fragen an mich - ATS TAG 2018

Einige Austauschschüler des diesjährigen Jahrgangs haben sich 10 Fragen überlegt, die teilweise jedem auf der Zunge liegen, wenn er die Worte "Ich", "gehe", "ins" und "Ausland" hört. Und genau diese möchte ich heute beantworten. 1. Wieso machst du ein Auslandsjahr? Es gibt so viele Gründe, die mich dazu bewegt haben ein Auslandsjahr zu machen, lest diese gern  hier  nach. Meiner Meinung nach, ist ein Auslandsjahr einfach eine einmalige Chance zum Sammeln von einzigartigen Erfahrungen und prägenden Ereignisse, die man so nie wieder bekommen kann. Durch das intensive Auseinandersetzen mit der fremden Kultur, Lebensweise und mit sich selbst, wird man auf jeden Fall ein großes Stück Lebenserfahrung gewinnen und sich als Person weiterentwickeln. Außerdem haben Austauschschüler die Möglichkeit eine zweite Heimat mit einer zweiten Familie und neuen Freunden zu finden. Das Ganze ist ein riesengroßer "Blick über den Tellerrand", den ich mi...

Traum oder Wirklichkeit?

Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt das Richtige mache. Ich wünschte, das wäre nicht so. Aber dieses Vorhaben ist einfach total untypisch für mich, weil ich eigentlich sonst eher jemand bin, der auf Sicherheit anstatt auf Risiko setzt. Doch wirklich realisieren kann ich das Ganze sowieso noch nicht. Oft werde ich gefragt, ob ich schon sehr aufgeregt bin. Aber da ich einfach nicht glauben kann, dass ich für ein Jahr weg sein werde, bin ich das auch nicht so sehr. Es ist irgendwie ein Gefühlsmix aus keiner Aufregung, einem leichten Kribbeln im Bauch und der extremen Aufregung. Ich vermute, dass Menschen, die kein Austauschjahr machen, das nicht richtig verstehen können. Aber im Endeffekt ist es schon komisch: Ewig habe ich davon geträumt ins Ausland zu gehen und jetzt wo es wahr geworden ist, geht es einfach nicht in meinen Kopf rein. Allerdings könnte das auch daran liegen, dass alles noch so komplett unklar ist. Ich habe keine Ahnung wie meine Gastfamilie sein wird und die Schu...

Heimweh?!

Irgendwie ist diese Woche geprägt vom Abschied... Dienstag hatte ich meine letzte Unterrichtsstunde. Es ist ein extrem komisch Gefühl zu wissen, dass man nach 6 Jahren einfach nie wieder mit diesen Menschen zusammen im Unterricht sitzen wird. Die Personen, die so viel über mich wissen, weil wir wöchentlich fünf von sieben Tagen zusammen verbracht haben. Mit denen ich so viel Spaß hatte, zusammengehalten habe und die mich unterstützt haben. Das ist so schwer zu realisieren. Ich werde auch nie wieder neben meiner Freundin sitzen, obwohl wir mittlerweile seit 4 Jahren Banknachbarn sind und bestimmt die beste Teamwork überhaupt haben. Abends hatte ich dann auch meinen letzten Cellounterricht, mittwochs war ich das letzte Mal in der JG. Immer wieder habe ich mich von einigen Freunden verabschieden müssen. Und heute war dann mein letzter Schultag. Es war unglaublich schön noch einmal mit allen Schülern bei einer Schulversammlung zusammen zu sein und diese Gemeinschaft zu spüren. Umso schwe...